#11 Was macht guten Sex wirklich aus?
Shownotes
In dieser Folge geht es unter anderem um: ✨ unsere Vorstellungen davon, wie „guter Sex“ sein sollte ✨ Performance und Leistungsdruck in der Sexualität ✨ den Unterschied zwischen äußerer Attraktivität und körperlicher Resonanz ✨ Spüren statt Funktionieren ✨ Sicherheit, Entspannung und Hingabe ✨ Wünsche, Bedürfnisse und ein klares Ja und Nein ✨ Orgasmus – und was passiert, wenn er nicht mehr das eigentliche Ziel sein muss ✨ Langsamkeit und Präsenz in sexuellen Begegnungen ✨ Sexualität als Begegnung und gemeinsamer Raum ✨ Tantra und die Frage, welchen Platz Techniken haben ✨ meinen persönlichen Weg von Performance hin zu mehr Körperwahrnehmung und Kontakt
Was macht für dich guten Sex aus – unabhängig davon, was du gelernt hast, wie Sexualität sein sollte?
Was passiert gerade wirklich in meinem Körper?
Mehr von mir 🌿 Wild Yoni Retreat · 19.–22. November 2026 Ein Retreat für Frauen, die tiefer mit ihrem Körper, ihrer Sexualität, ihrer Lebendigkeit und ihrer eigenen Wahrheit in Kontakt kommen möchten.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen beim Wild Eros Podcast.
00:00:04: Ich bin Kristina und heute möchte ich mit dir über das Thema Sexualität sprechen, und zwar darüber was guten Sex wirklich ausmacht!
00:00:15: Und geht es da um Technik oder geht es vielleicht auch um andere Dinge?
00:00:23: Und am Samstag hatten wir unsere Temple Night – meine Temple Night falls du's nicht kennst ist ein Sex-positiver Raum, wo Sexualität willkommen ist.
00:00:37: Aber natürlich kein Muss.
00:00:39: Es ist aber ... Ja es ist einfach ein Raum, in dem Sinnlichkeit, Eros, Sexualität offen und frei gelebt werden können.
00:00:53: Und natürlich gehört da nicht nur der Akt dazu, sondern das ganze Spektrum alles was es ausmacht Lebendigkeit, die sexuelle Energie und alles wo es natürlich Konsens gibt.
00:01:07: Ja und was bedeutet das eigentlich?
00:01:09: Guter Sex!
00:01:11: Ich glaube dass da jeder Mensch durch eine andere Brille drauf schaut.
00:01:18: für manche ist es vielleicht ein Orgasmus zu haben, für manch ist es möglichst lange, möglichst viel vielleicht viel Falt oder mit vielen verschiedenen Menschen.
00:01:34: Vielleicht geht es aber auch darum, begehrt zu fühlen oder sich feinlassen zu können oder eine besondere Verbindung zu einem Menschen zu spüren.
00:01:47: Ich glaube das ist für jeden etwas anderes und dass es da keine allgemeingültige Definition gibt.
00:01:56: Und dennoch streben ja viele Menschen nach gutem Sex also nach etwas, was sie erfüllt.
00:02:07: Nach gewissen Erfahrungen und hat es jetzt wirklich was mit Technik zu tun?
00:02:13: Und das möchte ich hiermit ihr erörtern!
00:02:18: Ich glaube, dass unser Bild von Sexualität sehr stark geprägt ist – von Pornos, bestimmten Bildern die wir haben, von Filmen oder Social Media Aber vielleicht auch so, wie wir aufwachsen von unseren Prägungen Partner-Partnerinnen, die vorher da waren und dass es vielleicht auch manchmal so ein Bild gibt in uns, wie Sexualität zu sein hat ohne das es unserer Wahrheit entspricht.
00:02:53: Also ohne dass wir es wirklich fühlen ja, dass es so wie ich Sexualität leben möchte Und diese Bilder können zum Beispiel sein, dass Sexualität super leidenschaftlich sein muss.
00:03:10: Super schnell!
00:03:12: Dass wir immer Lust haben, dass der Körper immer bereit ist sowohl die Joni also der weibliche Schoßraum schon immer offen steht und breites oder der Linger am männlichen Schoße der Penis, dass er auch immer hart sein muss und immer können muss.
00:03:32: Und ich übertreibe hier so ein bisschen.
00:03:35: und gleichzeitig ist es aber auch das was sich in meiner Arbeit einfach oft mitbekommen also wie viel Druck und wie viele Erwartungen eigentlich so in der Sexualität liegen ja, dass der Körper immer oder schon auch immer bereit sein muss dass dann wie so Gedanken auftauchen, okay bin ich eigentlich richtig damit?
00:03:59: oder was ist falsch mit mir wenn nicht so funktioniere wie es so das Bild vorgibt.
00:04:06: Oder zum Beispiel wenn es um Orgasmus geht, dass vielleicht beide gleichzeitig am besten kommen oder dass Sexualität immer ein Orgasmos irgendwie als Ziel haben muss.
00:04:19: Ja und das sind so Bilder Das ist schön, wenn es so ist.
00:04:25: Und gleichzeitig ist das aber auch eben nicht so real oder das entspricht nicht der Realität weil jeder Körper ist anders, jede Begegnung ist anders.
00:04:37: und wenn wir nur nach einem Schema F funktionieren also von wie Sexualität zu sein hat dann sind wir halt bei dem Schema oder bei der Technik oder bei unserer Erwartung und nicht wirklich was im Kontakt mit diesem Menschen passiert, wo wir dann vielleicht auch einfach frustriert sind oder ja den Sex nicht als schön empfinden.
00:05:07: Weil da einfach irgendwas eben diese Bilder mitschwingen die...die wir da so haben.
00:05:15: Die dann auch sowas hervorrufen können wenn es ...wenn die Sexualität nicht so ist wie wir das so im Kopf haben.
00:05:26: Okay, bin ich gut genug?
00:05:27: Bin ich ... Wie sehe ich aus?
00:05:31: Es sieht mein Körper schön aus und ... bin ich nicht zu viel!
00:05:35: Also so wo wir es einerseits in so ein Performance-Druck reinkommen auf der anderen Seite aber in so einen Zweifel Und dass kann Sexualität natürlich enorm beeinflussen.
00:05:49: All diese Gedanken oder die Gefühle von Scham Ja, von kann ich mich so zeigen wie ich bin.
00:05:58: Ich glaube auch dass Sexualität etwas sehr Verletzliches hat.
00:06:02: also weil Sexualität für mich auch immer mit dem sich öffnen zu tun hat.
00:06:11: wenn ich in einen sexuellen Kontakt gehe dann öffne ich mich dann zeige ich mich Also in meiner Nacktheit nicht nur körperlich sondern auch Ja, vielleicht mit meinen Bedürfnissen.
00:06:25: Mit meinen Wünschen und meinen Sehnsüchten... Ich mach mich verletzlich!
00:06:30: Natürlich entsteht auch ein Kontakt.
00:06:33: Und wenn ich das Gefühl habe, dass es eben nicht der Fall ist, also dass ich mich nicht zeigen kann weil ich mich schäme oder andere Gefühle damit schwingen oder weil sich der Kontakt nicht sicher anfühlt dann blockiere ich ja auch den Kontakt.
00:06:54: oder was heißt ich blockiere den Kontakt, aber dann kann die Verbindung nicht wirklich fließen.
00:07:00: Was für mich so wirklich einen guten Sex ausmacht ist wenn ich mich in Kontakt fühle also erst mal mit mir aber auch mit meinem Gegenüber und meinen Partner und Kontakt bedeutet was sich eben gesagt habe also wenn ich dich wirklich sicher fühle mich zu öffnen, mich zu zeigen.
00:07:22: und diese Bilder von Wie hat es jetzt zu sein?
00:07:28: Oder wie sehe ich jetzt aus, also wenn ich das so mehr und mehr loslassen kann.
00:07:35: Und wirklich in diesen Kontakt gehen kann.
00:07:42: Also quasi mich hingeben kann.
00:07:47: Ich glaube auch dass sich das verändert im Laufe der Jahre.
00:07:52: Wenn ich mich zum Beispiel so ein früher Erinnerer was guten Sex ausgemacht habe war Beziehungsweise.
00:08:00: wahrscheinlich habe ich mir gar nicht so die Gedanken gemacht, aber es ging wahrscheinlich schon auch so um Orgasmos.
00:08:07: Um vielleicht möglich sexy im Bett zu sein sich schön zu bewegen oder so zu fließen.
00:08:13: also das war glaube ich bei mir Schauen auch sehr stark auf Performance aus Also dieses im Bett so performen Unkompliziert zu sein alles mitzumachen also alles in Anführungen strechen offen zu sein.
00:08:31: Also so, ich glaube früher ging es gar nicht so sehr um mich also wirklich dass ich mich im Kontakt mit mir selber gefühlt habe sondern eher okay wie wirklich so dieses Außenbild.
00:08:45: und seit ich mich mit dem tantrischen Weg beschäftige aber auch mit mir selbst hat sich dieses Bild enorm gewandelt Außen nach innen sozusagen.
00:08:56: Also wie fühle ich mich im Innen?
00:08:59: In welchem Kontakt bin ich mit mir und wie kann ich auch dem Menschen meinem Gegenüber begegnen, also was sind meine Bedürfnisse, was ist meine Wünsche, dass das noch mehr im Vordergrund steht, dass erst mal ich das besser äußern kann, besser spüren kann, in Kontakt bringen kann weniger darum geht, zu performen sondern mehr darum geht.
00:09:30: Also einfach mit der Energie zu fließen und das hat mich tatsächlich so dieser tantrische Weg gelernt.
00:09:40: also es gibt ja schon einige Atemtechniken im Tantra oder an Sichttechnik wie die Energie gelenkt wird um besseren Sex zu haben.
00:09:52: Und ich glaube, das ist schon auch wichtig, dass sich damit mal zu beschäftigen, um einfach so den Körper kennenzulernen, um ... Den Atem kennenzulehnen und einen Bewusstsein dafür zu bekommen was wir überhaupt oder wozu wie überhaupt zu fähig sind mit unserem Körper.
00:10:12: Ein Atem hört sich immer ein bisschen langweilig an vielleicht.
00:10:16: Und gleichzeitig ist es so voll das kraftvolle Tool also ... weil du mit deinem Atem eben deine Erregung entweder steigern kannst oder senken kannst, die Energie lenken kannst.
00:10:28: Also ich glaube schon dass es ja wichtig ist das in sich zu spüren und das zu kennen und gleichzeitig finde ich aber das gute Sex nicht unbedingt an der Technik hängt sondern für mich geht es eher darum um diesen Raum zu spüren, der zwischen mir und meinem Gegenüber entsteht.
00:10:57: Egal in welcher Konstellation das jetzt ist vielleicht sind da ja auch drei vier oder mehrere Menschen beteiligt also dass es so von diesem von diesem Performance weggeht zu dem Wahrnehmen und Spüren von Energien, von der Energie die fließen möchte zwischen den Menschen und ich glaube dass Sexualität mehrere Ebenen hat.
00:11:23: Also Sexualität kann als Trieb gelebt werden das es einfach nur um Erregung geht, dass es einfach darum geht den Orgasmus zu bekommen oder sich... Ich sag jetzt mal so ganz plump sich abzureagieren Energie loszulassen, zu releasen sozusagen.
00:11:44: Das ist so eine Ebene, wie es glaube ich sehr oft gelebt wird.
00:11:50: Oder zum Beispiel auch um Anerkennung zu bekommen und sich geliebt zu fühlen.
00:11:56: Also Sexualität ein bisschen sowieso zu instrumentalisieren für die inneren Bedürfnisse nach Liebe, nach Anerkernung, nach Bestätigung was nicht falsch ist in diesem Zusammenhang.
00:12:11: Das ist einfach so meine Wahrnehmung wie Sexualität ausgelebt werden kann.
00:12:19: Und dann gibt es eine Ebene, wo es darum geht so in Kontakt zu kommen miteinander.
00:12:25: Sexualität vielleicht bewusster zu erleben sich zu begegnen mit Wünschen Bedürfnissen Sehnsüchten und da einen schönen Kontakt herzustellen.
00:12:38: Ich glaube, es gibt noch eine Ebne, wo's wirklich so darum geht.
00:12:42: Sexualitet wieso auch ein spiritueller Akt ist, also wo wir in Kontakt kommen mit etwas Größerem.
00:12:52: Wo wir uns im Kontakt mit einem anderen Menschen verwoben und verbunden fühlen auf einer vielen höheren Ebene – also wo es nicht mehr darum geht um ich und du sondern um etwas Gemeinsames.
00:13:11: Und ja Techniken können uns dabei helfen das zu erreichen.
00:13:17: Und gleichzeitig ist es eine Technik, aber auch etwas was wir irgendwie auch kontrollieren.
00:13:22: Also wo wir stark in der Kontrolle sind oder bei der Technik um die Technik auszuführen.
00:13:30: Aber wirklicher Kontakt entsteht außerhalb der Technikum.
00:13:35: Es entsteht wenn Menschen zusammenkommen Wenn Menschen wirklich der Energie folgen die da ist und diese Vorstellungen eben loslassen, von denen ich eben gesprochen habe.
00:13:49: Und im tantrischen Kontext geht es halt viel um Bewusstsein also Präsenz und um Liebe was übersetzt bedeutet ja kann nicht präsent sein mit mir selbst und mit meinem Gegenüber.
00:14:09: und Präsens bedeutet auch dass sich wirklich in diesem Moment da bin Und die Bilder, die vielleicht da sind, ja, die loszulassen.
00:14:24: Präsenz bedeutet wirklich einfach da sein mit diesem Moment in diesem Moment und Liebe ist einfach die Energie, die dann fließen darf.
00:14:35: also wenn die Herzen offen sind füreinander Und ich will damit hier nicht sagen, dass Sexualität immer in der Partnerschaft stattfinden muss oder immer wenn Menschen einander lieben oder verliebt sind.
00:14:50: Sondern eher findet dieser Kontakt wirklich so statt das wir offen füreinander sind oder spielen da andere Motive eine Rolle und wenn ja dann sich darüber auch bewusst zu sein was da gerade mit einwirkt.
00:15:11: Und ich glaube, das ist für mich so die Grundlage für gute Sexualität.
00:15:17: und in den Tempelnächten von denen ich gerade am Anfang gesprochen habe.
00:15:22: Ich gehe schon sehr lange auf Veranstaltungen wo Sexualität willkommen ist also wo Sexualitet gelebt wird und ich glaube was ich daran sehr mag an solchen Räumen Sexualität etwas natürliches bekommt.
00:15:42: Also, dass es etwas ist was nicht gestellt ist das ist nicht manipuliert durch bestimmte Pillen oder dass die Körper echt sind Es nicht darum geht, besonders gut auszusehen.
00:16:00: Also klar schwingt das natürlich immer ein Stück weit mit weil wir sind ja auch Menschen und wollen uns ja wohlfühlen in unserem Körper.
00:16:07: Aber das ist halt nicht das Primäre also dass es um das Äußerliche geht sondern einfach zu schauen okay was entsteht wenn Menschen sich begegnen?
00:16:17: Was entsteht, wenn wir unsere Bedürfnisse... äußern, wenn wir grenzenklar kommunizieren.
00:16:27: Wenn wir in unseren Körper hineinspüren.
00:16:29: was ich immer so interessant finde ist dass jeder Mensch in uns ja auch etwas anderes auslöst das unser körper das wahrnimmt dass es spürbar ist wenn wir mit menschenden begegnungen gehen in kontakt gehen ohne dass wir uns berühren erst mal sondern dass da einfach eine resonanz entsteht die Energien uns aktiviert und dafür halt offen zu sein.
00:16:57: Weil manchmal kann ein Mensch super, super schön aussehen also so die totale Attraktivität und dann aber im Spüren entsteht da halt gar nichts im Körper Und ich finde das super wichtig darauf zu achten was entsteht denn eigentlich im Körper?
00:17:20: fühlen wir uns angezogen von diesem Menschen, also visuell.
00:17:24: Weil das trügt manchmal auch und Energie lügt halt nicht.
00:17:28: Energie ist so... die ist einfach da!
00:17:31: Und ich hatte auch letztens ein Beispiel wo ich einen Mann schon auch attraktiv fand vom äußeren aber dann im Kontakt mit dem Reden miteinander nur, wo unsere Körper sich Minimal berührt habe, nicht in einem sexuellen Kontext sondern in einem normalen Redekontext sozusagen.
00:17:55: Habe ich wirklich mal in meinen Körper reingespürt und mich gefragt ja was spüre ich denn eigentlich jetzt?
00:18:02: Und ich hab gemerkt Ich spüre da nicht viel.
00:18:04: also dahin steht nicht so eine energetische Resonanz und ich glaube früher hätte ich diesen Impuls oder dieser Wahrnehmung Erst mal hätte ich sie wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen.
00:18:18: Und wenn, dann wäre ich... Also hätte ich das übergangen und mittlerweile so ist meine Wahrnehmung viel mehr geschult, dass sich wirklich auch genau auf diese kleinen Pulse achte und höre.
00:18:38: Dadurch öffnen sich einfach viele mehr Züren.
00:18:41: also dadurch passiert es mir viel weniger, dass ich zum Beispiel meine Grenzen überschreite.
00:18:49: Sondern wenn wir auf unseren Körper mehr hören, würde uns das sagen?
00:18:55: Werden wir spüren fühlt sich der Kontakt gerade gut an wie weit möchte ich gehen mit diesem Menschen?
00:19:03: oder wenn ich jetzt Ja gesagt habe und es fühlt nicht mehr gut an dann auch wirklich den Mut zu haben Nein zu sagen?
00:19:11: Und ich glaube, auf dem Alltag oder wenn wir einfach in einen sexuellen Kontakt reingehen ohne dass wir unsere Körperwahrnehmung mit einbeziehen wird dadurch vielleicht Sexualität auch manchmal frustrierend, weil wir ja unsere Wünsche übergehen und es sich etwas nicht gut anfühlt.
00:19:33: Wir uns vielleicht nicht trauen, Nein zu sagen oder da rauszugehen aus dem Kontakt.
00:19:41: ist Sexualität natürlich fühlt sich nicht gut an.
00:19:44: Und dann kann auch die Technik nicht unbedingt etwas... ...etwas verändern.
00:19:50: Ich würde sogar fast immer sagen, dass es bei der Sexualität nicht wirklich um Techniken geht sondern es geht wirklich um dieses Spüren und den Körper einzubeziehen und darauf zu achten.
00:20:01: Okay, wann expandiert mein Körper?
00:20:03: Wann kontrahiert mein Körper?
00:20:07: Ja was entsteht im Kontakt zwischen uns?
00:20:10: Das ist so zentral in der Sexualität.
00:20:15: Und da merke ich schon eine deutliche Veränderung, diesen Weg zu gehen mit dieser sexuellen Energie sie kennenzulernen in mir und gleichzeitig mich zu erfahren auch mit anderen Menschen.
00:20:33: wo geht mein Körper in Resonanz?
00:20:36: Wo ist einfach keine Resonance?
00:20:39: Und ich glaube, Resonanz kann auch entstehen wenn wir uns wirklich sicher fühlen mit dem Menschen.
00:20:46: Also wenn unser System wirklich spürt Ja hier kann ich mich fallen lassen ja hier kann Ich wirklich entspannen.
00:20:57: und Entspannung ist halt ein sehr zentraler Aspekt Für einen schönen Kontakt für eine schöne Sexualität Weil Wenn Wir angespannt sind fühlen wir natürlich nicht mehr so viel.
00:21:12: Dann sind wir halt in der Anspannung, vielleicht rattert der Kopf.
00:21:17: Dann kommen Gedanken sich gut aus, sich nicht gut aus.
00:21:20: To-do List und Kritik also Selbstkritik oder ja dann sind wir einfach beschäftigt in unserer Gedankenwelt.
00:21:33: Sind wir vielleicht unruhig?
00:21:36: Und dann fehlt so dieses Gefühl wirklich die Kontrolle loszulassen in diese Hingabe zu gehen, was Sexualität ja auch irgendwie ausmacht.
00:21:47: In diesen Raum einzutreten von Langsamkeit.
00:21:55: Gut es muss nicht immer langsam sein aber in diesem Raum einzutreten wo dieser Energiefluss entsteht und das entsteht nicht wenn wir angespannt sind.
00:22:13: Und Kontrolle kann natürlich ein wichtiger Mechanismus sein, um für Schutz zu sorgen oder sich auch nicht hinzugeben.
00:22:24: Oder sich zu entspannen weiß ich das vielleicht unsicher anfühlt.
00:22:28: aber Kontrolle verhindert eben auch die Hingabe also die Entspannung.
00:22:38: und bei vielen Frauen also merke ich dass wenn sie zum Beispiel zum Diarmoring kommen zu einer Einzel-Session, dass so der primäre Faktor tatsächlich ist.
00:22:54: Was Sie sagen?
00:22:55: Ich bin viel im Kopf und ich kann mich nicht entspannen.
00:22:58: Ich spüre, dass ich viel kontrolliere.
00:23:01: Und ja das ist es weil wir uns einfach nicht sicher fühlen in Kontakt.
00:23:06: Und ich kann Mich erinnern als ich meinen Partner kennengelernt habe hat mein System In seiner Gegenwart sofort entspannt, ohne dass wir jetzt im sexuellen Kontakt in dem Moment waren.
00:23:19: Aber einfach seine Präsenz neben mir hat mein System komplett entspannt und das kannte ich vorher so nicht.
00:23:28: Das war für mich früher nicht zugänglich.
00:23:34: dieses Gefühl Und dieses Gefühl hatte es mir möglich gemacht, dass sich mich entspannen kann dass ich wirklich auch meinen Tempo gehen konnte.
00:23:47: Also, dass es nicht darum ging, okay wir müssen jetzt möglichst schnell Sex haben.
00:23:53: Es hat mir möglich gemacht wirklich in mich hinein zu spüren das zu kommunizieren was ich brauche und was ich mir wünsche Und eben diese Langsamkeit einzuladen und von da aus dann in die Sexualität zu gehen.
00:24:11: Und früher, ja wie gesagt habe ich das nicht gespürt.
00:24:14: Das war irgendwie direkt okay jemand kennengelernt und dann in sexuellen Kontakt ziemlich schnell zu gehen ohne wirklich zu spüren.
00:24:26: Passt der Mensch überhaupt zu mir?
00:24:28: Will ich das überhaupt?
00:24:31: Also klar da war schon sicherlich irgendwo ein Wollen aber so diese inneren Motive waren mir früher sehr viel unbewusster.
00:24:41: Wenn ich von Langsamkeit spreche, dann bedeutet nicht, dass Sexualität langsam sein muss.
00:24:48: Dass das guten Sex ausmacht sondern Langsamheit öffnet einen bestimmten Raum einander zu begegnen.
00:24:56: und natürlich kann Sexualität auch wild sein und verschiedene Facetten aus uns herausholen Von Wild und Robis total sanft und liebevoll also dass es fließen darf, sich verändern darf.
00:25:15: Und ich glaube das Langsamkeit eben den Raum dafür eröffnet, sich zu begegnen und erst mal zu spüren und immer wieder so diese Langsamheit einzuladen, zu spühlen.
00:25:30: wie fühlt es sich gerade an?
00:25:34: Und oft ist es zum Beispiel in Pornos, dass Sexualität eigentlich direkt losgeht.
00:25:41: Das beide Körper schon oder...?
00:25:43: die Körper schon direkt bereit sind und es dann quasi direkt losgeht.
00:25:51: Und dann auch entweder stundenlang geht oder ziemlich schnell vorbei ist, wenn einer den Orgasmus hat.
00:26:03: Es ist halt sehr einseitig, ein sehr ein seitiges Bild von Sexualität.
00:26:08: Ja sie kann so gelebt werden aber es ist halt nur eine Dimension auch dass es nur um ein Orgasmus geht.
00:26:18: Vielleicht sind wir auch so programmiert, dass Sexualität immer mit einem Orgasmos ändern muss und natürlich sind Orgasmens schön in ihrer vollen Vielfalt.
00:26:35: und gleichzeitig wie ist das wenn das nicht das Ziel ist sondern das Ziel wirklich der Kontakt ist und nicht das Endergebnis?
00:26:43: Und auf das ist halt wieso vorprogrammiert?
00:26:45: ne Wir fangen dann irgendwo an Und händen bei Morgasmus und danach ist es vielleicht zu Ende, vielleicht auch nicht.
00:26:55: Also der Weg ist wie so vorgegeben dafür.
00:26:58: aber was wäre wenn der Wege einfach total unbekannt wär?
00:27:03: Und wir einfach von Moment zum Moment schauen wie die Energie sich verändert von langsam und wie so in Zeitlupe bis wild und schnell und wieder langsam wenn das so ein Tanz ist und es nicht davon irgendwie abhängt, ob jemand dann am Ende ein Orgasmus hat oder nicht.
00:27:29: Was natürlich willkommen ist sondern eher so dieses im Moment zu sein und ich glaube dass auch ein Weg ist sich umzuprogrammieren also diese alten Muster rauszunehmen und neue Muster, neue Möglichkeiten einzuladen.
00:27:51: Ich kenne zum Beispiel... Also ich kenne das viel aus meiner Arbeit als Frauen kommen und sagen, dass sie Schwierigkeiten haben zum Orgasmus zu kommen, dass die sich das so sehr wünschen aber das ist nicht wirklich so funktioniert und dann versuchen Sie vielen mit den Toys zu machen und es geht aber auch nicht oder vielleicht geht das dann besser?
00:28:12: Und ja!
00:28:13: Ich verstehe diesen Wunsch Und ich glaube, da gibt es auch viele Möglichkeiten um den Körper wirklich erstmal so vorzubereiten dafür dass der Körper überhaupt Lust empfinden kann und Lust halten kann.
00:28:32: Weil oft wenn da zum Beispiel Scham schuld Gefühle sind die so auf unsere Lust visu blockieren dann Und wenn wir Lust als eine Energie sehen, dann fällt es dem Körper schwer diese Energie vielleicht zu halten und wirklich dass der Körper sich sicher fühlt.
00:28:52: Dass dieser Energie durch den Körper fließen kann und das auch ein Orgasmus kommen kann.
00:28:57: Es braucht ja auch sehr viel Vertrauen und sehr viel Sicherheit für den Körper.
00:29:02: Ja Sexdolls können helfen aber ich glaube dass wenn wir wirklich unseren Körper verstehen wollen und wirklich auch Gasmann einladen wollen, geht es darum, das für unseren Körper öffnen.
00:29:17: Dass wir unseren Körper sensitiv machen, dass wir lernen uns zu spüren.
00:29:25: Das wir lernen mit unseren inneren Wellen mitzugehen – mit unserem Atem!
00:29:34: Und natürlich auch die... die Blockaden, die wir da so im Körper haben.
00:29:38: Die Emotionen, dass sie nicht aufgelöst werden weil Emotions können nicht auf gelöst werden aber das da wie so eine Art Öffnung passiert, dass die Emotion frei durch uns fließen kann und dazu gehört eben ja ein Bewusstsein und eben immer wieder so diesen Kontakt zu uns aufzunehmen.
00:30:01: Und wenn wir uns dann eben ja sicher fühlen entspannt fühlen, können wir uns auch mehr hingeben.
00:30:12: Und von daraus kann dann ein Orgasmus entstehen oder kein Orgasmos, kann einen Fliesen entstehen und einen Tanz entstehen, kann eine gemeinsame Energien entstehen in dieser Offenheit und im Kontakt zueinander.
00:30:30: Also ich würde nicht sagen das Orgasmuss unwichtig ist.
00:30:34: Ich würde eher sagen es sollte einfach nicht das Ziel sein und einfach zu schauen, was passiert denn auf diesem Weg zum Orgasmus oder bevor der Orgasmos eintritt.
00:30:48: Also wie kann sie los durch unseren Körper fließen?
00:30:51: Und wie können wir die Lust gemeinsam oder auch alleine erleben?
00:30:56: Wie ist Lust quasi spürbar?
00:30:58: Oder wie wird Lust spürber?
00:31:02: Und genauso mit Techniken... also ich glaube Techniken können uns auch helfen, um unseren Körper mehr zu erfahren.
00:31:10: Sie können uns zum Beispiel inspirieren oder uns neue Impulse geben oder einfach auch tiefer in den Kontakt zu unserem Körper führen oder uns eben eine gemeinsame Erfahrung ermöglichen wie zb gemeinsam mit einem Menschen zu atmen oder in die Augen zu schauen oder die Energie zu lenken.
00:31:39: All das kann uns helfen, wirklich auch tiefer in das Spüren zu gehen.
00:31:47: Aber ich glaube nur auf die Technik uns zu beziehen und also die Qualität der Sexualität wie so davon abhängig zu machen Das ist dann so technisch.
00:32:00: Also aus meiner Perspektive da würde mir einfach der Kontakt fehlen.
00:32:07: Und mein Fazit ist So aus der Aus dieser Reflexion, dass guter Sex entsteht für mich im Spüren.
00:32:18: Mit mir selbst aber auch mit meinem Gegenüber.
00:32:22: Es entsteht wenn ich über meine Wünsche und Bedürfnisse kommunizieren kann Wenn ich klar Ja sagen kann, wenn ich klar Nein sagen kann.
00:32:33: Wenn ich mich mutig fühle auch meinen Gegenüber mitzuteilen Was ich mir wirklich wünsche und nicht einfach nur mitmache, wenn ich mich mutig fühle auch nein zu sagen.
00:32:48: Wenn ich mich unwohl fühle und etwas verändern möchte Und wenn mein Körper sich entspannt fühlt, wenn Ich mich wirklich so in diesen Kontakt reingehen kann und einfach präsent bin Mit dem was da ist und die Bilder loslassen kann oder die Vorstellung, wie etwas zu sein hat.
00:33:11: Sondern mich wirklich so auf den Menschen einlassen kann.
00:33:16: und klar es ist nicht immer so und das ist auch okay dass es nicht immer sowas ist.
00:33:23: aber ich finde das ist ein schönes in Anführung strichen Ziel oder eine schöne Erinnerung immer wieder so ja da hinzugehen und zu spüren.
00:33:35: Ja wie ist es denn gerade?
00:33:36: Wie fühlt sich das gerade an von einem Moment zum anderen wirklich auch in dem Spüren zu bleiben und mich auch zu fragen.
00:33:47: Und das nicht als Technik, sondern ja einfach da so präsent zu sein mit mir selber und mit meinem Gegenüber und auch mutig zu sein meine Wahrheit zu sprechen Auch in der Sexualität.
00:34:02: Ja was ist dein Fazit?
00:34:04: Oder was macht für dich gute Sexualität aus?
00:34:09: Mit diesen Worten möchte ich diese Folge hier beenden und freue mich, dass du reingehört hast.
00:34:17: Dass du mit mir dieses Thema vielleicht auch gemeinsam reflektiert hast.
00:34:21: aber für dich Und wenn dir der Podcast gefällt abonnieren gerne Alles Liebe und bis bald.
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