#12 „Ich weiß nicht, was ich fühle.“
Shownotes
In dieser Folge geht es um
- Warum „Ich weiß nicht, was ich fühle“ nicht unbedingt bedeutet, nichts zu fühlen
- wie wir den Zugang zu unserer Gefühlswelt verlieren können
- Sozialisation und unseren frühen Umgang mit Gefühlen
- Körperwahrnehmung als Zugang zum Fühlen
- Rückzug und das Suchen nach Nähe in Paardynamiken
- warum wir unseren Partner nicht zur emotionalen Öffnung zwingen können
- Gefühle, die wir lieber „in den Keller sperren“
- emotionale Verletzlichkeit und Intimität
- warum Zuhören manchmal wichtiger ist als eine Lösung
- wie wir Schritt für Schritt wieder mehr Kontakt zu unserer Innenwelt entwickeln können
Reflexionsfragen Du kannst dir nach der Folge einmal Zeit nehmen und dich fragen: Zu welchen Gefühlen habe ich einen guten Zugang? Welche Gefühle vermeide ich oder kann ich nur schwer wahrnehmen? Was ist meine Strategie, wenn es emotional wird – ziehe ich mich eher zurück oder suche ich verstärkt Kontakt? Was brauche ich, um mich mit meinen Gefühlen sicher zu fühlen?
Mehr über meine Arbeit: kristinamolotnikova.com
Instagram: @kristina.molotnikova
Wild Yoni Retreat 19.–22. November 2026 Weitere Informationen findest du auf meiner Website.
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu dieser neuen Folge von Wild Eros.
00:00:03: Mein Name ist Christina und ich freue mich, dass du da bist!
00:00:08: Und ich möchte heute mit deinem Satz anfangen... ...und du kannst ja mal schauen was es mit dir macht wenn ich sage Ich weiß nicht was ich fühle.
00:00:20: Resoniert es mit Dir?
00:00:22: Kennst Du diesen Satz vielleicht oder macht das gar nichts mit Dir?
00:00:30: Ja in diesem Satz höre ich sehr oft in letzter Zeit in den Park Coachings.
00:00:36: Also bei den Paaren, die ich im Rahmen eines Coachings begleite.
00:00:43: und meistens ist dann eine Person der sehr schwer fällt wirklich in Kontakt mit sich selber zu kommen also mit dem Fühlen.
00:00:52: Und die Situation ist dann so dass eine Person fragt ja was fühlst du?
00:00:58: Die andere Person weiß es nicht sie hat keine Antwort drauf.
00:01:03: oder eher Und was geschieht dann energetisch oder paradynamisch?
00:01:13: Die eine Person möchte wissen, okay, was passiert in deinem Innenleben übersetzt.
00:01:18: Lass mich teilhaben an dem, was in dir vorgeht und die andere Person, sie kommt da einfach nicht dran also sie weiß es grad nicht.
00:01:31: Da kann Hilflosigkeit entstehen Unmacht entstehen, Überforderung, Angst in diesem Moment.
00:01:41: Und dann können Konflikte entstehen im Außen.
00:01:44: Weil die eine Person möchte halt etwas wissen und die andere macht da Bedicht.
00:01:49: Das kommt halt an!
00:01:53: Und meistens so von den Situationen, von denen ich hier spreche, meistens waren es Männer, die Schwierigkeiten hatten zu fühlen Und ich will ja hier gar nicht sagen, dass es immer die Männer sind.
00:02:08: Weil das stimmt sicherlich nicht und gleichzeitig teile ich aber einfach meine Beobachtung oder meiner Erfahrung.
00:02:18: Und fühlen ist oftmals tatsächlich gar nicht so einfach also wirklich in sich hinein zu spüren okay was nehme ich denn gerade wahr?
00:02:28: wie fühlt sich mein Körper an?
00:02:30: Was ist das für ein Gefühl?
00:02:33: Was löst das in mir aus wenn ich in Kontakt bin mit meinem Partner, mit meiner Partnerin.
00:02:41: Weil oft geht es ja auch sehr schnell da sagt jemand was und schon stellt sich irgendein Gefühl ein oder irgendetwas, was wir vielleicht das mal gar nicht so richtig differenzieren können und ich glaube an sich fürs wirklich fühlen braucht dass man so ein bisschen Zeit und vielleicht auch eine Art Langsamkeit um Ja, wirklich hinein zu spüren in das Innere und wahrzunehmen.
00:03:12: Was ist denn da gerade?
00:03:13: Was passiert denn da grade?
00:03:15: Welches Gefühl ist dann da?
00:03:17: Oft sind ja auch Gefühle wie so ein Wolkneul zusammen miteinander verwoben und sodass wir irgendwas wahrnehmen einen Mischmarsch an irgendwelchen gefühlen und es vielleicht aber gar nicht so differenzieren können.
00:03:33: Und ich glaube es gibt sowas wie so was wie ich fühle.
00:03:36: nichts gibt es nicht, weil auch wenn du nichts fühlst dann fühlste ja das Nichts.
00:03:44: Oder wenn dich jemand fragt was fühlest Du?
00:03:50: und du gehst in so eine Art Überforderung oder Angst?
00:03:55: Ja Dann Fühlst Du Das Gerade!
00:03:56: Dann Fühlst Du Dich gerade überfordert oder du fühlts Panik, du fühlsst Angst etc... Du merkst irgendwelche Körperreaktionen, zum Beispiel die wird heiß oder die wird kalt.
00:04:10: Du fängst dann zu schwitzen?
00:04:11: Oder hast du die Körperwahrnehmung dass du dich wie versteinert fühlst?
00:04:16: So total gelemt!
00:04:18: Oder fängs dann irgendwas mit deinen Händen zu machen.
00:04:21: Also all das sind ja Zeichen Dass irgendetwas in deinem Körper passiert Das irgendwas in deinm Körper einfach vor sich geht und es irgendwas gerade berührt oder aktiviert wurde.
00:04:34: Und das kann manchmal ja so ein Kompass sein, auf den Körper zu achten und zu spüren was da gerade passiert.
00:04:44: Da ich gerade diesen Satz hier platziert habe, dass es meistens die Männer waren, die das geschildert haben, möchte ich mit dir gemeinsam diese Frage mal explorieren, warum ist denn das so?
00:05:02: Warum haben... Männer vielleicht weniger Zugang zu ihren Gefühlen.
00:05:10: Wobei ich das auch differenziert sehen würde, weil ich in meiner Arbeit mit Frauen das auch bei Frauen oft sehe.
00:05:19: Also ich glaube dass da einfach bei allen Menschen irgendwie so dieses Thema existiert wirklich Zugang zur sich selber zu haben und Zugang auch zu den Gefühle Weil ich glaube, wenn wir aufwachsen werden wir ja auf eine bestimmte Weise sozialisiert von unseren Eltern Bezugspersonen etc.
00:05:47: Und es kommt immer darauf an welchen Umgang du gelernt hast mit den Gefühlen.
00:05:54: oder zu den Gefüllen wie sind deine Eltern Bezugspersonen?
00:05:59: Wie sind die damit umgegangen mit Gefühlen?
00:06:01: Waren Gefühle erlaubt, waren sie willkommen, waren Sie gewünscht oder waren Sie eher unterdrückt und enthäppig gekehrt.
00:06:15: Wurde kommuniziert über Gefühler oder wurde auch das unter den Teppich gekehrd?
00:06:22: Und ich weiß aus meiner Geschichte dass bei uns nicht viele über Gefülle geredet wurden Also Gefühlebahne, wenn ich so wirklich existent Und ich durfte das dann für mich irgendwann mal entdecken.
00:06:38: Also diese Vielfalt der Gefühle und ich weiß, dass es mir manchmal so schwer fällt, manchmal auch oder schwer viel wirklich auch Gefühlen differenziert zu betrachten und Gefühler wirklich zu erlauben, dass sie da sind weil Gefühles können ja auch super überwältigend sein.
00:06:57: in uns ist es nicht überall möglich jedes Gefühl zu leben, aber es ist wirklich Zugang zu den Gefühlen zu bekommen.
00:07:11: Oder noch ein Beispiel aus meiner Partnerschaft zum Beispiel mit Chris dass auch am Anfang unserer Beziehung wir manchmal es schwer hatten wenn es um Konflikte ging und wir haben nicht so oft konflikter aber wenn wir die dann hatten dann wirklich über Gefühle zu sprechen.
00:07:31: Also wenn ich dann kam mit, okay was fühlst denn du gerade?
00:07:35: Hat es bei jemals eine unglaubliche Überforderung ausgelöst und hatte ja auf die Augen zugemacht, ok ich bin jetzt nicht da, ich meditiere.
00:07:46: Bis ich das dann verstanden habe, was für ein Mechanismus ist... Ja hat es auch ein bisschen gedauert weil ich hab' das als Ablehnung wahrgenommen oder so wahrgenommen.
00:07:57: Ahja er will jetzt grad nicht mit mir reden.
00:07:59: Muss ich jetzt zurückziehen?
00:08:02: Ja, er muss sich zurückziehen.
00:08:04: Weil es einfach auch überfordernd manchmal ist so viel auf einmal zu spüren oder überhaupt was zu fühlen oder unangenehme Gefühle zu fühlten.
00:08:18: und wir wachsen ja... oder die meisten von uns würde ich jetzt einfach mal behaupten, wachsen mit diesem Denk auf Oder mit dieser Überzeugung, es gibt gute Gefühle oder positive Gefühlen und negative Gefühler.
00:08:30: Und positive Gefülle will ich haben?
00:08:33: Negative Gefühles bitte nicht!
00:08:36: Also die werden dann wie so in Keller gesperrt und am besten nie wieder ausgepackt.
00:08:41: Ja Ich würde gefühlt nicht unbedingt so bewerten auch wenn ich das natürlich irgendwo auch tue In mir also im Sinne von okay dass will ich habe und das will ich nicht haben Und gleichzeitig existiert aber auch in mir so einen bewussten Ja okay, aber jedes Gefühl ist irgendwie wichtig.
00:09:03: Zumindest es zu fühlen oder es zu erlauben dass das da ist weil wenn wir es einsperren.
00:09:12: Wenn wir in diese Unterdrückung gehen In dieses Jahr ich will es nicht fühlen Dann entsteht irgendwann mal Taubheit oder eben das Nichts, also dann fühlen wir nichts.
00:09:27: Fällt es uns sehr schwer wirklich Zugang zu den Gefühlen zu bekommen und ich glaube diesen Zugang zum Gefühl dürfen wir uns erarbeiten wenn mir das zb so wie ich das von mir erzählt habe nicht gelernt hab oder erfahren hab.
00:09:45: natürlich bin ich jetzt nicht in eine gefühlosen Familie aufgewachsen und gleichzeitig wurde über einige Gefühle einfach nicht geredet.
00:09:54: Und wenn wir über Gefühle reden, auch in Partnerschaften lassen.
00:09:57: Wir natürlich auch unseren Partner und so gegenüber an unserem Innenlebenteil haben.
00:10:04: Auch wenn es sowas ist wie ich weiß nicht was ich fühle.
00:10:09: Auch das kann zum Beispiel Verbindung herstellen.
00:10:13: Wenn ich z.B aus therapeutischer Sicht darauf schaue dann können wir natürlich von dieser mich weiß nicht in das Körper erleben gehen und auch dieses sich weiß nicht explorieren.
00:10:27: Und wenn es auf einer Ebene ist, dem zu begegnen zum Beispiel in der Partnerschaft dann ist die Frage kann ich mein Partner meine Partnerin damit einfach so annehmen?
00:10:40: Wenn er oder sie gerade nicht über seine Gefühle reden kann?
00:10:45: Ja, einfach ein großes Fragezeichen ist oder eine Überforderung ein.
00:10:50: Eigentlich weiß es nicht und ich weiß das nicht.
00:10:53: kann eine Vermeidung sein okay?
00:10:55: Ich will da nicht hin gehen und ich will das nicht fühlen.
00:11:00: Es kann aber auch wirklich sein ja ich weiß es mich ich habe keinen Zugang dazu.
00:11:05: also da ist einfach keine Verbindung zu der Gefühlswelt.
00:11:11: Und dass kommt wenn wir zum Beispiel früh gelernt haben das Gefühle auf irgendeiner Art und Weise nicht sicher sind.
00:11:19: Das Gefühl, uns schwach machen oder dass sie nicht willkommen sind oder... Dass es darum geht zu funktionieren, dass es darumgeht Leistungen zu erbringen, dass ist darum geht stark zu sein und Gefühlen nicht zu zeigen oder Verletzlichkeit vielleicht als Schwäche erlebt wird.
00:11:47: Vielleicht gibt es da aber auch Gefühle, die mehr toleriert wurden oder mehr eingeladen waren als andere.
00:11:54: Oder wir vielleicht früh gelernt haben irgendwie wahrzunehmen wie es dem anderen geht und dadurch uns anzupassen und dadurch unsere Gefühlen keinen Platz hatten.
00:12:05: Ich glaube das hat... kann so viele verschiedene Gründe haben, warum wir aufhören zu fühlen oder warum wir diesen Zugang einfach verlieren.
00:12:14: Oder wir haben irgendwann mal was erfahren, was sehr, sehr schmerzhaft war ein Verlust oder eine Trennung oder etwas ja, das uns einfach geschmärzt hat und was wir glaube ich dann oft tun damit wir es nicht fühlen müssen weil unser System damit auch einfach überfordert ist dass wir es wieso ja so weggeschieben, indem wir vielleicht auch Gefühle rationalisieren und ja und so quasi unsere Art Umgang damit finden oder uns einreden.
00:12:52: Ja alles ist ja gut oder was auch immer.
00:12:55: ich glaube es gibt schon viele Mechanismen wie Gefühlen vermieden oder nicht gefühlt werden können Und natürlich kannst du so leben.
00:13:05: Und gleichzeitig glaube ich, also nimmt es uns etwas und zwar so diese Vielfalt und diese Bundheit im Leben wirklich ums zu erlauben alles zu fühlen.
00:13:18: Das ist keine rationale Entscheidung.
00:13:19: okay jetzt entscheide ich mich zu fühln sondern das ist etwas was tieftief in unserem Körper verankert ist und oft hat es, glaube ich auch was mit zulassen zu tun.
00:13:37: Und auch mir diese Frage bin ich bereit an diese Orte in mir zu gehen die sich nicht gut anfühlen, die sich schmerzhaft anfühle?
00:13:47: Und manchmal ist die Antwort nein!
00:13:49: Ich bin nicht bereit und das ist auch gut so.
00:13:52: Manchmal vergeht Zeit und das ändert sich und dann sind wir bereit auch an die Orte zu gehen wo es sich nicht so gut anfült.
00:14:02: Und ich glaube, bei mir kam das Fühlen stark durch Exploration mit einem anderen Menschen.
00:14:12: Also wie zum Beispiel in meiner Gestalttherapie Ausbildung ging es ja sehr viel ums Füheln und ging es sehr viel darum die Innenwelt zu explorieren, die Innenwelt zu erforschen und quasi so in die tiefsten Tiefen zu tauchen Und das hat mir wirklich geholfen, mich selber kennenzulernen und die Facetten der Gefühle wahrzunehmen.
00:14:35: Und sie auch zu spüren und sie erlauben.
00:14:39: Vielleicht gibt es für dich einen anderen Weg.
00:14:42: Wenn es dir zum Beispiel schwerfällt so zu fühlen dann oder wenn du das Gefühl hast Du fühlst nicht so viel Dann kannst du mit so ganz einfachen Dingen anfangen indem du einfach deine eigene Berührung wahrnimmst oder immer wieder in deinem Körper rein spürst, was gerade präsent ist ohne dass da jetzt ein bestimmtes Gefühl sein muss.
00:15:04: Sondern okay welche Körperwahrnehmung ist da?
00:15:08: Was nehme ich einfach in meinem Körper wahr?
00:15:14: und vielleicht so beim Reden entsteht grade so ein Bild in mir das wenn wir unsere Gefühlswelt wie im Haus sehen mit bestimmten Etagen, mit Stockwerken mit einem Keller, vielleicht legen da Gefühle die du nicht so gerne hast.
00:15:34: Dann wenn jedes Gefühl ein Zimmer wäre und du einfach kurz die Tür aufmachen könntest oder beziehungsweise bevor du die Tür auch machst, vielleicht siehst du schon okay welche Türen sind gerade geöffnet?
00:15:50: Also sprich zu welchen Gefühlen hast du super guten Zugang und welche Türe sind ganz zu?
00:15:55: also Vielleicht so synonym für, ah ja da habe ich vielleicht nicht so einen guten Zugang zu.
00:16:03: Und welche Gefühle machen mir Angst?
00:16:06: Welche Gefühlen vermeide ich und die liegen vielleicht im Keller?
00:16:11: Ja, vielleicht magst du dieses Bild für dich mitnehmen und das für dich reflektieren zur Deine Gefühlswelt.
00:16:17: Jetzt möchte ich aber nochmal auf diese Paar-Dynamik kommen wenn einfach diese Strategien wirken von einer Person zieht sich zurück Und die andere Person will noch stärker Kontakt haben.
00:16:31: Also, die eine Person quasi rückt näher und die andere person versucht sich zu schützen und wieso mehr aus dem Kontakt zu gehen?
00:16:44: weil da natürlich einfach drucken steht, weil da etwas entsteht was in dem moment nicht beantwortet werden kann ja und da einfach rückzucken steht Und bei dem anderen Menschen, ja aber ich erreiche dich nicht.
00:16:58: Ich möchte gerne Teil haben und das ist einfach eine Dynamik die an einem Punkt einfach anstrengend wird.
00:17:10: oder dass viele Paare auch davon berichten, dass es irgendwie anstregend ist zum Beispiel jetzt auf die Situation bezogen aus meinem Coaching, dass einer in dem Fall der Mann sich zurückzieht.
00:17:23: Okay ich fühl nichts!
00:17:24: Ich weiß nicht was ich fühle, die andere Person aber ja, ich möchte es wissen und irgendwie... Was dann entsteht ist wie so eine Abstoßung voneinander.
00:17:36: also das kreiert nicht wirklich Nähe sondern das kriert Distanz Und ich glaube, das kreiert natürlich auch ein Teufelskreis oder ja einfach so einen Kreis wo beide Menschen nicht rauskommen.
00:17:50: Eine Dynamik die die Partnerschaft irgendwie ernährt oder nähert und ich glaube wir können Menschen nicht dazu zwingen sich zu öffnen.
00:18:03: Das System öffnet sich halt wenn es dazu bereit ist und wenn wir natürlich auch bereit sind an diese dunklen Orte in uns zu gehen, sie vielleicht Gefühle auch verhindern.
00:18:16: Und das, glaube ich, braucht auf jeden Fall sehr viel Achtsamkeit, Langsamkeit ja auch Verbindung und Vertrauen.
00:18:26: Wenn jemand sich dafür entscheidet eben nicht die Gefühler anzugucken oder was heißt die Gefülle?
00:18:34: Anzugucken aber an diese dunklen Orte zu im Weg steht oder uns blockiert, wo wir einfach so das Gefühl haben, da geht es irgendwie nicht weiter.
00:18:52: Und im besten Fall wachsen natürlich beide Menschen miteinander also dass jeder von den beiden Partnern bereit ist sich seine Themen, seine Strategien anzuschauen und manchmal ist es vielleicht auch nicht der Fall, dass ein Mensch da gar nicht hin möchte dass es sicherer eben ist, ja dann nicht hinzugehen und das nicht zu fühlen.
00:19:25: Was da verborgen ist.
00:19:26: Und gleichzeitig tragen beide Menschen Verantwortung natürlich auch für sich selber für die Entscheidungen und eben auch für die Konsequenzen der Entscheidungen.
00:19:36: Ich glaube je mehr wir uns manchmal so verschließen vor dem Gefühl oder vor den Fühlen umso weniger kann Intimität entstehen Weil wir natürlich ständig damit beschäftigt sind, nicht an diese Orte zu gehen die schmerzhaft sind.
00:19:54: Wo wir uns verletzlich zeigen oder wo wir unsere Strategien und Schutzmechanismen uns anschauen Und es kann einen enormen Impact eben auf die Partnerschaft haben dass eben Intimität oder wirkliche Verbindung ja manchmal unmöglich ist Oder eben nur auf einer Ebene.
00:20:16: Und wenn es dann einem Partner nicht reicht, ja was tun denn?
00:20:23: Was ist dann die richtige Entscheidung?
00:20:27: Die Frage mag ich gerade nicht beantworten weil ich sie einfach offen stehen lassen möchte.
00:20:33: Ich glaube alles hat seine Berechtigung.
00:20:35: Es hat seine berechtigung wirklich sich... Ich sage das jetzt mal so seinen Dämonen zu stellen und es hat seine Berechtigung sich denen nicht zu stellen und da eine klare Grenze zu ziehen, um zu sagen ja dann möchte ich jetzt nicht hin.
00:20:53: Und für mich war das oder ist es so dass sich diese Vielfalt an Gefühlen, an dem was in mir ist super gerne kennenlernen möchte.
00:21:07: also ich bin wahnsinnig neugierig auf mich selber auf meine Mechanismen, auf meine Schutzstrategien Und gleichzeitig manchmal auch frustriert, wenn ich... Manchmal merke, oh nein da war ich doch schon.
00:21:26: Und schon wieder dieses Thema und schon wieder diese Gefühle.
00:21:33: Und da diese Freundschaft zu schließen!
00:21:36: Mein Partner hat da so eine Vorstellung, kein Bild was sich super, super schön finde von diesen inneren Anteilen.
00:21:45: Also zum Beispiel Angst kann ein innere Anteil sein oder die Scham oder der Anteil, der sich freudig fühlt.
00:21:55: Oder die Schulz... ...oder die Exdase.
00:21:59: Das kleine Mädchen und das kleine Junge sind alles innere Anteile.
00:22:04: Und er hat eben dieses Bild, dass all diese Anteilen zusammen an einem Tisch sitzen.
00:22:10: und immer wenn er einen neuen Anteil an sich entdeckt oder ein neues Gefühl, was er vielleicht noch nicht kennt oder es sich vielleicht unangenehm anfühlt dann nimmt er diesen Anteil mit an den Tisch.
00:22:27: Ich persönlich mag dieses Bild total gerne.
00:22:31: Alle inneren Anteile sitzen in einem Tisch also sie haben quasi die Berechtigung da zu sein.
00:22:37: Ja so eine Art Existenzberechtigung.
00:22:40: Und jetzt nochmal auf die Partnerschaft bezogen.
00:22:44: Ich glaube, oft ist es so in Partnerschaften das wenn zum Beispiel Konflikte sind oder wenn ein Partner in einer Emotion ist dass der andere versucht irgendwie eine Lösung zu finden oder den Partner die Partnerin zu retten Die Gefühle vielleicht wegzumachen im Sinne von ja alles ist gut Ja klar.
00:23:11: Und gleichzeitig, ich glaube in einer Partnerschaft oder wenn jemand einfach von Gefühlen erzählt.
00:23:22: Etwas teilt... Dann ist der erste Schritt einfach zuzuhören und damit gar nichts zu machen sondern einfach nur da zu sein, präsent zu sein.
00:23:33: Das ist schon auf jeden Fall eine Menge wert.
00:23:37: Wenn der Jemand ist Der einfach nur zuhört Das Problem manchmal ist oder wo ich manchmal so ein Problem sehe, was ich aus meiner Partnerschaft kenne.
00:23:47: Dass der andere Mensch dann denkt er muss irgendwas oder sie mit den Gefühlen machen.
00:23:54: aber ja es muss nichts gemacht werden und Ich fühle mich auch am besten wenn ich etwas teile mit meinem Partner Und er einfach da ist und er einfach so diesen Raum für mich hält.
00:24:07: also Er übernimmt nicht die Verantwortung für meine Gefühle oder für mein Wohlergehen jetzt in dem Moment.
00:24:13: Und das bedeutet, nicht egoistisch zu sein sondern es bedeutet einfach nur da zu sein und seine Präsenz zu teilen.
00:24:22: Ich habe dann das Gefühl ich hab Raum zu sein mit dem was mich gerade ausmacht.
00:24:28: Das ist glaube ich so das Schönste für mich zumindest was wir einander schenken können indem uns gegenseitig diesen Raum schenken, zu teilen ohne da einen therapeutischen Auftrag zu sehen.
00:24:44: Sondern es können ja Partner auch nicht leisten.
00:24:48: Wir sind keine Therapeuten sondern Menschen mit Gefühlen und wenn dafür Raum entsteht, ohne dass wir einander dafür verurteilen oder Lösungen suchen... Dann ist es ein großes Geschenk, das wir einander machen können.
00:25:03: Und dann können wir uns nämlich auch zeigen in unserem authentischen Selbst so wie wir sind.
00:25:09: Also wir können uns mit allem zeigen mit dem ich weiß nicht was ich fühle.
00:25:16: Ich habe gerade keinen Zugang.
00:25:18: oder wenn ich genau weiß was ich fühle und die Emotionen benennen kann Oder ich sie grade eben spüre.
00:25:26: Das bedeutet für mich im Kontakt sein Also in Kontakt sein mit mir selbst, aber auch in Kontakt zu meinem Partner und meiner Partnerin.
00:25:36: Und um nochmal auf den Anfang zurückzukommen – ich weiß nicht was ich fühle!
00:25:41: Ich glaube es bedeutet übersetzt, ich habe keinen Kontakt zu mir.
00:25:50: Ich hab kein Kontakt zu meiner Innenwelt.
00:25:53: Manchmal ist das so.
00:25:54: ja manchmal haben wir keinen Kontakt.
00:25:57: Das ist erlernbar Den Kontakt zu sich selber, den Kontakt zu den eigenen Gefühlen.
00:26:04: Schritt für Schritt ist es erlernbar auch in einer Partnerschaft indem wir einfach andere Erfahrungen machen als wir die schon gemacht haben und indem wir offen sind und neugierig uns selbst begegnen wenn wir das wollen.
00:26:23: Und wenn du dich erinnerst habe ich ja dieses Bild irgendwann mal gebracht von diesem Haus wo die Türen offen sind oder verschlossen sind, wo es dunkel ist und ich mag dich gerade einladen da in dich hinein zu spüren.
00:26:41: Es sei denn du fährst grad der Auto oder machst grad irgendwas was deine Aufmerksamkeit erfordert dann verschiebt das gerne auf später.
00:26:48: Ja so welchen Gefühlen hast du einen super guten Zugang?
00:26:53: So welche nicht?
00:26:54: Welche vermeidest du Und was is deine Strategie?
00:26:59: Also wenn du fühlst, gehst du eher in Rückzug oder suchst du in Kontakt, fängst du vielleicht an viel zu reden und darüber zu teilen.
00:27:09: Und vielleicht als letzte abschließende Frage war.
00:27:13: es brauchst du um dich wirklich sicher zu fühlen mit den Gefühlen die du in dir spürst?
00:27:22: Ja das war meine Reise durch die Gefühlswelt mit dem ich weiß nicht was ich fühle eine explorative Reise.
00:27:30: Ich bin sehr neugierig, wie du das wahrnimmst und verabschiede mich hier an dieser Stelle von
00:27:35: dir.".
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